FAQ für Tänzer:innen

für Festangestellte Tänzer*innen

  • Ensemblesprecher

    Ensemblesprecher

    Die Art und Weise wie ein Theater funktioniert, entspricht nicht immer den Vorstellungen und Erwartungen der Tänzer:innen. Ob es sich um ein sauberes Studio, ein größeres Angebot an Tanzschuhen/Arbeitskleidung, einen freien Tag nach einer Tournee oder die Einhaltung gesetzlicher Arbeitszeiten handelt – die Sprecher:innen des Ensembles sind die Verantwortlichen, diese Wünsche an die Zuständigen weiterzuleiten (z.B. der/die Ballettdirektor:in oder die Intendanz)

     

    Wer sind die Sprecher:innen und wie werden sie gewählt?

    Die Ensemblesprecher:innen sind Mitglieder der Compagnie, die sich freiwillig gemeldet haben und vom Ensemble gewählt wurden, um sich für die Bedürfnisse der Tänzer:innen einzusetzen und deren Fragen zu beantworten. Tänzerinnen und Tänzer, die sich um die Sprecher:innenpositionen des Ensembles bewerben wollen, müssen mindestens eine Saison lang Mitglied des Ensembles gewesen sein und spätestens eine Woche vor dem Wahltag eine Nominierung eingereicht haben. Die Mitglieder des bisherigen Ensemble-Sprecher:innenausschusses (Tanzgruppenvorstand) sollten einen Wahlausschuss wählen. Dieser Ausschuss ist zu Beginn der Saison für die Durchführung und Dokumentation der Wahl und die Mitteilung des Wahlergebnisses an die Vorgesetzten zuständig.

    Der Vorstand sollte aus drei Mitgliedern bestehen: dem/der Vorsitzenden, einem/einer stellvertretenden Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied. Die Wahl des/der Vorsitzenden sollte in maximal zwei geheimen Wahlgängen erfolgen. Im ersten Wahlgang wird der/die Kandidat:in mit der höchsten Stimmenzahl zum/zur Vorsitzenden gewählt. Ein zweiter Wahlgang findet nur statt, wenn zwei Kandidat:innen die gleiche Stimmenzahl erhalten haben. Der/die stellvertretende Vorsitzende und die weiteren Vorstandsmitglieder werden danach entschieden, wer die zweit- und dritthöchste Stimmenzahl erhalten hat.

    Einmal gewählt, bleiben die Sprecher:innen in der Regel für zwei volle Spielzeiten in ihrer Position. Sie können jedoch vorzeitig ausscheiden, wenn sie vorzeitig aus der Rolle zurücktreten, die Compagnie verlassen oder vom Ensemble abgewählt werden. Der Antrag auf Abwahl eines Vorstandsmitglieds kann schriftlich gestellt werden. Dann hat der Vorstand zwei Wochen Zeit, um eine Ensemble-Sitzung anzusetzen, bei der eine neue geheime Abstimmung stattfinden soll. Wenn mindestens zwei Drittel des Ensembles die Entfernung dieses Mitglieds befürworten, muss diese Person von ihrem Amt zurücktreten. Wenn ein Mitglied den Vorstand verlässt, findet eine Wahl statt, um diesen Platz für den Rest der beiden Spielzeiten zu besetzen.

     

    Was machen die Sprecher:innen?

    Die Sprecher:innen sind die Vermittler:innen zwischen dem Ensemble und den höheren Instanzen des Theaters. Anstatt sich um die Wünsche einzelner Tänzer:innen zu kümmern, sind die Sprecher:innen dazu da, die Kommunikation zwischen dem Ensemble als Ganzes und der Ballet-/Theaterleitung zu verbessern.

    Die Ensemblesprecher:innen sammeln alle Themen, die ihnen zur Kenntnis gebracht werden, diskutieren diese mit den Tänzer:innen und separat mit höheren Autoritäten. Dies trägt dazu bei, die Verwaltung des Ensembles und des Theaters für die Bedürfnisse der Tänzer:innen zu sensibilisieren.

    Häufige Ensemble-Meetings sind das wichtigste Instrument, um Fragen zu besprechen und die Tänzer über die Arbeit der Sprecher:innen auf dem Laufenden zu halten. Diese Meetings  sind nur für Mitglieder des Ensembles (es sei denn, jemand anderes wird absichtlich eingeladen). Die Meetings finden in einem geschlossenen Raum innerhalb der Arbeitszeit statt. Der/Die Arbeitgeber:in sollte nur an Sitzungen teilnehmen, die von ihm/ihr vereinbart wurden oder zu denen er/sie vom Vorstand eingeladen wurde. Über jede Sitzung sollte ein Protokoll erstellt das von den leitenden Vorstandsmitgliedern unterzeichnet wird. Diese Aufzeichnungen sollten auf sichere Weise aufbewahrt werden, sodass nur die Vorstandsmitglieder Zugang zu ihnen haben.

     

    An wen sollen sich die Sprecher:innen wenden, wenn es ein Thema gibt, das geäußert werden muss?

    In der deutschen Kulturpolitik gibt es eine klare Hierarchie der Autoritäten:

     

    Europäisches Recht

    Verfassung

    Bundesrecht

    Tarifverträge/Kollektivverträge

    Betriebsvereinbarungen / Betriebsratsvereinbarungen

    Arbeitsverträge

    Anweisungen des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin

     

    Jede Instanz auf der Liste ist allen darüber aufgeführten Behörden untergeordnet und sollte nicht im Widerspruch zu deren Richtlinien und Vorschriften stehen. Wir Tänzerinnen und Tänzer, müssen den Anweisungen aller oben genannten Instanzen folgen, und wenn wir ein Problem haben, können wir uns, je nach Situation, an eine von ihnen wenden.

    Oftmals werden sich die Sprecher:innen mit einem Fall befassen, der keinen Verstoß gegen die oben genannten Autoritäten darstellt (z. B. einfach saubere Fußböden oder funktionierende Duschen). In diesem Fall sollte es genügen, sich an den/die Direktor:in oder die Intendanz zu wenden. Wenn die Tänzer:innen einen eindeutigen Verstoß gegen eine der oben genannten Autoritäten erleben, dann wird es komplizierter.

    Zunächst sollten die Sprecher:innen versuchen, das Problem an die Ensembleleitung zu adressieren (siehe unten Tipps, wie das geht). Wenn die Leitung nicht ansprechbar oder nicht unterstützend ist, sollten die Sprecher:innen versuchen, mit dem Betriebsrat zu sprechen (siehe Abschnitt «Betriebsrat»). Wenn auch das erfolglos ist, sollte das Gespräch mit der Intendanz gesucht werden. Zu jedem Zeitpunkt des Prozesses ist es möglich und sogar empfehlenswert, mit der Gewerkschaft in Kontakt zu treten (siehe Abschnitt «Gewerkschafts- und Tarifverträge»).

     

    Tipps von uns an dich

    Wenn du Sprecher:in in deinem Ensemble bist, möchten wir dir einige Tipps geben, bevor du das Gespräch mit deiner Leitung suchst:

    + Treffe dich vorher mit den anderen Sprecher:innen/ dem Ensemble, um zu besprechen, was ihr sagen werdet und welche «Position» ihr einnehmen . Es ist wichtig, sich vorher alle einig zu sein und sich vor der Leitung niemals zu widersprechen. Der Schlüssel ist, immer als geschlossene Front zu erscheinen und sich gegenseitig zu unterstützen.

    + Versucht, die Wünsche und Bedürfnisse des Ensembles in einer konstruktiven Weise auszudrücken, sodass sie nicht allein als Beschwerde angesehen werden.

    + Vermeidet es, über einzelne Tänzer:innen im Ensemble zu sprechen. Bezieht euch lieber auf die Gruppe als Ganzes.

    + Legt keine Stimmenanteile aus den Wahlen offen. Die Leitung sollte lediglich über das Ergebnis der Abstimmung informiert werden.

    + Erstellt ein Protokoll des Gesprächs, in dem die Ergebnisse und Entscheidungen der Sitzung festgehalten werden. Teilt dieses Ergebnis mit dem Ensemble, damit es auf dem Laufenden bleibt.

    + Achtet darauf, dass das Ensemble, durch regelmäßige Treffen oder durch schnelle Updates per E-Mail, immer informiert bleibt. Das Ensemble sollte immer dem Handeln des Vorstandes zustimmen und dieses unterstützen. Das Ensemble als Ganzes soll vereint  bleiben, vor allem wenn es um Gruppenentscheidungen geht.

    +Dancersconnect empfiehlt, das Wissen, wichtige Dokumente und den Arbeitsablauf von einem Vorstand zum nächsten weiterzugeben. Die neuen Sprecher:innen sollten in der Lage sein, an laufenden Anliegen weiter zu arbeiten und die bereits von früheren Vorstandsmitgliedern geknüpften Arbeitsbeziehungen aufrechtzuerhalten.

     

    Welchen Schutz haben die Sprecher:innen?

    Die Mitglieder des Vorstands sollten aufgrund ihrer Tätigkeit als Sprecher:innen keine Benachteiligung erleiden. Jede Verletzung des Arbeitsvertrages der Leitung aufgrund von Spannungen mit den Sprecher:innen ist eine rechtliche Grundlage für die Strafverfolgung. Der/die Vorstandsvorsitzende kann verlangen, dass er von einer Probe im Monat befreit wird, als Ausgleich für die zusätzliche Arbeit, die er als Sprecher:in leistet.

     

  • Arbeitsvertrag

    Arbeitsvertrag

    Unser Arbeitsvertrag ist nur einer von vielen Bausteinen im Rechtsgefüge, das unser Arbeitsverhältnis als Arbeitnehmer*innen mit unserem Arbeitgebern regelt. Die Summe aus all diesen verschiedenen Gesetzen und Regelungen bilden das deutsche Arbeitsrecht. Es gliedert sich gemäß der nebenstehenden Hierarchie in verschiedene Ebenen. Arbeitsrecht kann sich von Arbeitsgebiet zu Arbeitsgebiet unterscheiden. Relevante Begriffe sind vage und ohne den Kontext modellhafter Einzelfälle schwer zu definieren. Sie bedürfen daher einer ständigen Neubewertung.

    Verträge und Vereinbarungen sollten garantieren:

    1. Gesunde Arbeitsbedingungen (physische sowie psychologische Gesundheit)
    2. Gerechte Vergütung
    3. Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

    Bei der fortführenden Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen auf häuslicher Ebene, sprich durch Betriebs- und Dienstvereinbarungen, hat der Arbeitnehmer ein gesetzlich geschütztes Recht auf Mitbestimmung, das durch Betriebsräte ausgeübt wird. Ein enger Kontakt zwischen Tänzer*innen und Betriebsräten ist daher essentiell.

    Die Besonderheit des Normalvertrag Bühne über viele Jahre nur befristete Arbeitsverhältnisse zu erlauben, basiert auf einer Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes von 1981. Es wird begründet mit:

    _der künstlerischen Freiheit der Intendanz (Artikel 5 Grundgesetz),
    _dem Abwechslungsbedürfnis des Publikums und
    _dem Theaterbrauch.

  • Betriebsrat

    Betriebsrat

    Wir arbeiten daran!

Für freie tanzschaffende

  • Die ersten Schritte zur/m Freiberufler*in

    Die ersten Schritte zur/m Freiberufler*in

    Vielleicht wechselst du von einer Anstellung in eine freiberufliche Tätigkeit oder du hast gerade dein Studium beendet. Wie fängst du an, als freischaffender Tanzkünstler zu arbeiten? Neben der künstlerischen Arbeit und der Jobsuche, musst du sicherstellen, dass all deine Papiere in Ordnung sind. Wenn du kein EU-Bürger bist und noch keine gültige Aufenthaltserlaubnis hast, musst du diese erstmal beantragen (siehe Visa & Residence Permit Resource Guide). Dies ist ein eigene Prozedur, aber viele der unten aufgeführten Schritte zum Freiberufler sind für beide Verfahren erforderlich.

     

    Als nächstes:

    Registriere deine Adresse (Anmeldung)

    Wenn du deine Anschrift noch nicht angemeldet hast, vereinbare online einen Termin beim Bürgeramt und bringe folgende Unterlagen mit:

    • Gültiger Reisepass oder Personalausweis

    • Mietbestätigung Ihres Vermieters (Wohnungsgeberbestätigung)

    • Anmeldeformular

     

    Anmeldung für Kranken- & Sozialversicherung

    Um in Deutschland leben und arbeiten zu können, benötigst du eine Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung.

    Als Freiberufler musst du dich bei einer Krankenversicherung selbständig anmelden. Du hast die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung.

    Die Renten- und Pflegeversicherung erfolgt durch den Staat. Die KSK (Künstlersozialkasse) unterstützt selbstständige Künstler bei der Zahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Du musst eine KSK-Mitgliedschaft separat beantragen, nachdem du in einer Kranken- und Sozialversicherung eingeschrieben bist (siehe KSK Q&A).

     

    Es gibt verschiedene Versicherungen, die nicht obligatorisch sind, aber dich auf deinem Weg als Freiberufler*in weiter unterstützen können. Wir haben eine Liste der Versicherungen zusammengestellt, die dich interessieren könnten (Link zur Liste)

     

    Registriere dich für eine Steuernummer 

    Für den Start als Freiberufler ist der Besitz einer Steuernummer notwendig. Anhand der Steuernummer kann das zuständige, örtliche Finanzamt die Einkommensteuererklärung dem Steuerpflichtigen zuordnen. Die Steuernummer setzt sich aus Informationen über dein Bundesland, das zuständige Finanzamt und einer persönlichen Nummer zusammen.

    Um deine Steuernummer zu erhalten, musst du den «Fragebogen zur steuerlichen Erfassung» ausfüllen und diesen deinem lokalen Finanzamt zusenden. Du solltest deine Steuernummer innerhalb weniger Wochen per Post erhalten.

    Sobald du eine Steuernummer hast, muss diese Nummer auf jeder deiner Rechnungen angegeben werden.

     

    Wichtig: Jedes Mal wenn du Umziehst, sei es in eine andere Stadt oder ein neues Bundesland in Deutschland, aber auch innerhalb derselben Stadt, musst du das nächstgelegene Finanzamt informieren, da sich deine Steuernummer ändern kann (nicht deine Steuer-ID, diese bleibt immer gleich).

     

    Erläuterung: Die Steuer-ID ist deine Steueridentifikationsnummer. Im deutschen Steuersystem wird diese Nummer deiner Person zugeordnet. Es bleibt deine persönliche Steueridentifikationsnummer für den Rest deines Lebens. Sie muss auf allen Schreiben an das Finanzamt stehen und wird verwendet, um alles im Zusammenhang mit der Einkommensteuer zu verarbeiten.

     

    Und schließlich musst du jedes Jahr:

     

    Die Steuererklärung machen

    Sobald du als Freiberufler Geld verdienst musst du deine Steuern erklären. Die Steuererklärung kann mit Hilfe eines Steuerberaters oder über Online-Steuerportale wie ELSTER, Taxfix oder Steuergo gemacht werden. Dazu benötigst du deine Steuer-ID und deine Steuernummer.

     

    Weitere Informationen für Freiberufler:

     

    Sozialversicherungsnummer

    Die Sozialversicherungsnummer wird auch Rentenversicherungsnummer oder RVNR genannt. Diese Nummer ändert sich nicht im Laufe deines Lebens. Bitte kontaktiere die Deutsche Rentenversicherung, um deine persönliche Sozialversicherungsnummer zu erhalten.

     

  • KSK - Künstlersozialkasse

    KSK - Künstlersozialkasse

    • Sie arbeitet als Arbeitgeber
    • Sie übernimmt die Arbeitgeberkosten/ Krankenversicherung/ Rente
    • Sie übernimmt 50% der Krankenversicherungskosten

     

    Die Künstlersozialkasse gewährleistet, dass selbständige Künstler im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung den gleichen Schutz genießen wie angestellte Künstler. Die KSK koordiniert die Zahlung der Beiträge ihrer Mitglieder zur Krankenversicherung und zur gesetzlichen Renten- und Pflegeversicherung. Für weitere Information: kuenstlersozialkasse.de

     

    Was sind die Vorteile einer KSK-Mitgliedschaft?

    Als angestellter Künstler übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge. Selbständige Künstler müssen die Beiträge in voller Höhe aus eigener Tasche bezahlen. Bei einer KSK-Mitgliedschaft zahlen freischaffende Künstler nur die Hälfte des geforderten Betrages, der Rest wird von der Künstlersozialkasse finanziert.

     

    Was sind die Voraussetzungen um Mitglied der KSK zu werden?

    • Du musst du dich bewerben und nachweisen, dass du ein*e freiberufliche*r Künstler*in bist.
    • Deine Hauptbeschäftigung und dein Haupteinkommen sollten aus deiner freiberuflichen Tätigkeit stammen.

     

    Du musst selbständiger Künstler sein und mindestens 3. 900,00 EURO im Jahr / 325,00 EURO pro Monat verdienen.

    In den ersten drei Jahren der selbstständigen Tätigkeit kannst du von der KSK unterstützt werden, auch wenn du weniger als das Mindesteinkommen verdienst.

    In einer Zeitspanne von sechs Jahren darf dein Jahreseinkommen zweimal unter dem erforderlichen Mindesteinkommen (3. 900,00 Euro/Jahr) liegen.

     

    Wie werde ich Mitglied?

    • Du musst ein Bewerbungsformular ausfüllen und den Nachweis erbringen, dass du ein*e Künstler*in bist und in einem künstlerischen Bereich arbeitest.
    • Du kannst deinen Tanz-/Kunstabschluss und alle Nachweise über deine Arbeit im letzten halben Jahr (Bilder, Video, Website, Programm, ...) einsenden.

     

    Du musst einen Antrag ausfüllen und Unterlagen vorlegen, die belegen, dass du als selbständiger Künstler arbeitest (Verträge, Rechnungen, Nachweise aus dem letzten Arbeitsjahr und den kommenden Monaten). Deine Bewerbung muss genehmigt werden, um Mitglied zu werden. Das Antragsformular und weitere Informationen stehen auf der KSK-Website zum Download bereit.

     

    Sobald du aufgenommen bist, 

    • musst du eine Schätzung abgeben, wie viel Geld du im Jahr verdienen wirst. Und das musst du jedes Jahr tun.
    • Als Freiberufler*in brauchst du ein Mindesteinkommen von 3.900 €/Jahr, um in die KSK aufgenommen zu werden.
    • Der Betrag, den du zahlen musst, wird anhand deines Einkommens berechnet.
    • Du darfst einen Nebenjob bis zu 450 €/Monat ausüben.

     

  • ZAV

    ZAV

    Es ist eine Tanzagentur, die mit der Arbeitsagentur verbunden ist.

    Um bei der ZAV aufgenommen zu werden, muss man vorsprechen.

    Sie helfen dir, Auditions und Jobs für dich zu finden, je nachdem, welche Art von Tänzer" du bist.

    Aber wenn man in der ZAV ist, kommt man auch in die KSK.

     

    zav.arbeitsagentur.de

     

     

  • Visa Resource Guide

    Visa Resource Guide

     

    CLICK HERE

  • Lokale Netzwerke Zeitgenössischer Tanz

    Lokale Netzwerke Zeitgenössischer Tanz

    Wir können gar nicht genug betonen, wie wichtig es für freiberufliche Tänzer*innen ist, sich über lokale Netzwerke zu informieren und ihnen beizutreten! 

    Wofür ist das lokale Netzwerk da?:

    • Bieten Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten für einzelne Künstler*innen, um mit anderen Künstlern*innen, lokalen Organisationen, Theatern und Festivals in Kontakt zu treten und berufliches Wissen auszutauschen.

    • Förderung der öffentlichen Wahrnehmung und Wertschätzung der darstellenden Künste sowie der Anerkennung der Arbeitspraktiken und Leistungen von Schauspieler*innen/Darsteller*innen.

    • Durch Diskussionen, Vernetzung und Initiativen streben sie eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen von Tanz- und Theaterschaffenden an (einschließlich der Einführung verbindlicher Mindestlohnstandards).

    • Sie setzen sich für eine stärkere Einbindung der freien darstellenden Künste in Forschung, Lehre und Ausbildung sowie für die Förderung der europäischen und internationalen Vernetzung ein.

     

    Wo finde ich mein lokales Netzwerk?:

    Hier findest Du eine Liste lokaler Netzwerke in Deutschland, beginnend mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste (oder BVFDK), der der größere Dachverband für die 18 verschiedenen Verbände ist: einer für jedes Bundesland, einer für Kinder- und Jugendtheater und einer für Aufführungen im öffentlichen Raum oder im Freien. Am Ende findet sich auch eine Liste weiterer Netzwerke, die für verschiedene Städte oder Anliegen spezifisch sind.  

    Der Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. ist der bundesweite Dachverband aller Landesverbände der professionellen Freien Darstellenden Künste in Deutschland. 

    darstellende-kuenste.de/de/
    Email: post@darstellende-kuenste.de

     

    Die Mitglieder des Bundesverbands sind die einzelnen Landesverbände:

     

    Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg

    www.laftbw.de/home/
    Email: laftbw@t-online.de

     

    Verband Freie Darstellende Künste Bayern

    www.freie-theater-bayern.de/
    E-mail: info@vfdkb.de

     

    LAFT – Landesverband freie darstellende Künste Berlin

    www.laft-berlin.de/

    E-mail: info(at)laft-berlin.de

     

    Landesverband Freier Theater Brandenburg

    www.freie-theater-brandenburg.de/
    E-mail: post@freie-theater-brandenburg.de

     

    Landesverband Freie Darstellende Künste Bremen

    www.lafdk-bremen.de/
    Email:  info@lafdk-bremen.de

     

    Dachverband freie Darstellende Künste Hamburg

    www.dfdk.de/

    Email: info@dfdk.de

     

    Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen laPROF

    www.laprof.de/
    Email: info@laprof.de

     

    Landesverband Freier Theater Mecklenburg-Vorpommern

    www.laftmv.de/

    Email: info@laftmv.de

     

    LaFT - Landesverband Freier Theater in Niedersachsen

    www.laft.de/

    Email; laft@laft.de

     

    NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste

    www.nrw-lfdk.de/
    Email: info@nrw-lfdk.de 

     

    laprofth – Landesverband professioneller freier Theater Rheinland-Pfalz

    www.laprofth.de/

    E-mail: info@laprofth.de

     

    Netzwerk Freie Szene Saar

    www.freieszenesaar.de/
    Email: kontakt@freieszenesaar.de

     

    Landesverband der Freien Theater in Sachsen

    freie-theater-sachsen.de/
    Email: vorstand@freie-theater-sachsen.de

     

    Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt 

    www.lanze-lsa.de/

    Email: info@lanze-lsa.de

     

    Landesverband freie darstellende Künste Schleswig-Holstein

    www.freie-theater-sh.de/

    Email: info@freie-theater-sh.de

     

    Thüringer Theaterverband e. V.

    www.thueringer-theaterverband.de/

    Email: info@thueringer-theaterverband.de

     

    ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland - ASSITEJ e.V. Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche

    www.assitej.de/
    Email: m.fechner@kjtz.de 

     

    Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum

    www.theater-im-oeffentlichen-raum.de/
    Email: info@theater-im-oeffentlichen-raum.de

     

    Weitere Netzwerke:

    Landesbüro Darstellende Künste Sachsen

    landesbuero-sachsen.de/

    Das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. (LDKS) besteht seit 2016 als Interessensvertretung und Netzwerk aller Akteur*innen und Produzent*innen der Darstellenden Künste. Im Zentrum seiner Tätigkeit steht die nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Darstellenden Künste im Freistaat Sachsen sowie Aktivitäten zur Verbesserung der Sichtbarkeit der Akteur*innen, Aktivist*innen und Produzent*innen.

     

    Landesbüro Tanz Köln

    www.landesbuerotanz.de/
    Email: nrw@landesbuerotanz.de

    NRW Landesbuero Tanz ist  Ansprechpartner, KommuniKationsplattform und Impulsgeeber für die professionelle Tanzszene in Nordrhein-Westfalen indem es Möglichkeiten zur Vernetzung, Fortbildung und Beratung für die Tanzszene anbietet.

     

    Touring Artists

    www.touring-artists.info/start/

    Email: info@touring-artists.info

    Touring Artists, das Informationsportal für international mobile Künstler*innen und Kreative, bietet umfassende Informationen zu den Themen Visa und Aufenthalt, Künstlerstatus und Verträge, Transport und Zoll, Steuern, Sozialversicherung, andere Versicherungen und Urheberrecht.

    Touring Artists bildet in erster Linie die Gegebenheiten, rechtlichen Grundlagen und Verwaltungsverfahren in Deutschland ab – für ausländische Künstler*innen und Kreative, die hier temporär arbeiten, wie für deutsche und in Deutschland lebende, die zeitweise im Ausland tätig werden.
     

    Produktionszentrum Stuttgart

    produktionszentrum.de/
    Email: info@produktionszentrum.de

    Das Produktionszentrum Tanz + Performance e.V. bietet Tänzer*innen und Choreograf*innen fortlaufend Trainingsmodule und ein abwechslungsreiches Begleitprogramm. Es ist ein Ort des Trainings, der Vorbereitung und der Unterstützung für freie Tänzer*innen aus Stuttgart und der Umgebung und ihrer Produktionen. 

     

    Tanznetz Freiburg 

    www.tanznetz-freiburg.de/
    Email: profitraining@tanznetz-freiburg.de 

    Tanznetz Freiburg ist eine Initiative und Plattform für professionelle Kunstschaffende aus dem Bereich des Zeitgenössischen Tanzes in der Region Freiburg. 

     

    TanzNetzDresden 

    tanznetzdresden.de/
    Email: kontakt@tanznetzdresden.de 

    TanzNetzDresden ist ein sich selbst organisierendes Netzwerk der freien Tanzszene in Dresden. Von freischaffenden Tänzer*innen und Choreograf*innen gebildet, trägt es innerhalb der Stadt Dresden und Umgebung aktiv zur Kunst- und Kulturszene bei.

     

    Tanzregion Vorpommern e.V.

    vorpommern-tanzt-an.de/vorpommern-tanzt-an/partner
    Email: info@vorpommern-tanzt-an.de

    Tanzregion Vorpommern e.V. ist der Träger der Gemeinschaftsinitiative ‚Vorpommern tanzt an‘ und ein Zusammenschluss von: Perform[d]ance (Stralsund), schloss bröllin (Fahrenwalde) und dem Theater Vorpommern (Stralsund, Greifswald & Putbus).
     


    Tanzbüro München

    www.tanzbueromuenchen.de/
    Email: info@tanzbueromuenchen.den

    Das Tanzbüro München versteht sich als Informations- und Beratungsstelle für in München ansässige, professionelle Choreograf*innen und Tanzschaffende. Es bietet alle bei der Realisierung von Tanzproduktionen relevanten Dienstleistungen an. Desweiteren ist das Tanzbüro Ansprechpartner für überregionale und internationale Tanz- und Theaterveranstalter*innen sowie für kulturpolitische Belange der Künstler*innen.

     

    TanzArt-Kirschau (Jana Schmück)

    www.tanzart-kirschau.de/
    Email: info@tanzart-kirschau.de

    TanzART e.V. aus Schirgiswalde-Kirschau ist ein Atelier in der Kunstinitiative „IM FRIESE“. Zeitgenössische und indische Tanzangebote und facettenreiche Workshops vereint TanzART. Ein weiterer Bereich ist die Förderung von internationalen Künstler*innen im Rahmen des artist-in-residence Programms und der Aufbau eines Netzwerkes im ländlichen Raum zwischen Kultur- und Kunstschaffenden und dessen Förderern.

  • Förderungen

    Förderungen

    Veröffentlicht Dezember 2021

    Wer seiner eigenen Kreativität freien lauf lassen möchte, steht als erstes vor der Frage: “Wie finanziere ich meine Arbeit?”. Um ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten für die jeweiligen Arbeitsschritte.

    Für was können Förderungen beantragt werden?

    -Research: willst du eine neue Bewegungsform finden? Mit welchem Thema willst du dich befassen? In diesem Status beschäftigst du dich mit den tieferen Fragen womit du dich in deinem Projekt beschäftigen möchtest, sowie der Planung der Ausführung.

    - Projekt Ausführung: Wie viele Tänzer*innen? Bezahlung? Spielstätte? Probenort? In diesem Status geht es um die konkrete Ausführung deines Projektes. Hier beschäftigst du dich auch mit der Bezahlung deiner Angestellten, ggf. einer Residenz und der Erarbeitung deiner Vorstellung.

    -Residenz : Diese Förderungen werden direkt von Theater gegeben, welche dir damit die Möglichkeit erteilen, kostenfrei einen Proberaum für Research oder Proben zu nutzen.

    -Gastspielförderung: Falls du schon ein fertiges Stück hast, gibt es diese Fördermöglichkeit, um deine Performance an anderen Theatern zu zeigen und zu finanzieren.

    Unter folgendem Link kannst du genau angeben,  wofür du eine Förderung suchst und in welchem Bundesland (oder Länderübergreifend) um das Richtige für dich zu finden:

    tanzfoerderung.de  diese Website ist relativ alt jedoch finden wir das Format cool und unterstützenswert. Wir können jedoch nicht gewähren das alle angezeigten Fördertöpfe noch beständig sind.

     

    Wieso ist es wichtig, die passende Förderung zu finden?

    Deine Chancen eine Förderung zu erhalten ist um einiges höher, wenn deine Idee zu dem passt, was die Förderer gerne im aktuellen Jahr unterstützen möchten. Es ist somit wichtig zu schauen, dass der Status deiner Arbeit (Research, Ausführung etc.) zur Förderung passt, um überhaupt in Frage zu kommen, Geld zu erhalten.

    Welche Unterlagen können erforderlich sein?

    • Lebenslauf (CV)

    • detaillierter Kosten- und Finanzierungsplan

    • Projektbeschreibung

    • Nachweis über künstlerische Tätigkeit

    *Oft werden Anträge wegen Formfehlern abgelehnt, versichere dich vor dem Abschicken, ob alle Angaben richtig sind und du alle notwendigen Unterlagen hast.

     

    Welchen Unterschied gibt es zwischen Bundes,- und Landesweiten Förderungen?

    Länder Förderungen beziehen sich auf das jeweilige Bundesland. Hier ist oftmals die Bedingung, dass das Stück im besagten Bundesland ausgeführt wird und/oder  der Künstler im besagten Bundesland lebt. Ausnahmen gibt es natürlich auch.

    Bundesförderungen hingegen gelten Deutschlandweit und beziehen sich, wenn überhaupt, nur darauf, dass man in Deutschland lebt. In welchem Bundesland, ist jedoch nicht relevant für den erhalt der Förderung.

     

    Wo finde ich Deutschlandweite Förderprogramme?

    Anbei findest du Vorschläge und Links für Bundesweite Förderprogramme:

    eacea.ec.europa.eu

    fonds-daku.de

    bundesregierung.de

     

    Wo finde ich Förderprogramme in meinem Bundesland?

    NRW:

    mkw.nrw/kultur/foerderungen

    pact-zollverein.de

    rheinenergiestiftung.de

    nrw-kultur.de

     

    Baden-Württemberg:

    theaterbw.de

     

    Berlin:

    hauptstadtkulturfonds.berlin.de

    berlin.de

     

    Brandenburg:

    fabrikpotsdam.de

      

    Hamburg:

    k3-hamburg.de

    kulturstiftung-hh.de

     

    Hessen:

    tanzplattformrheinmain.de

     

    Mecklenburg- Vorpommern:

    kuenstlerhaus-lukas.de

    regierung-mv.de

     

    Niedersachsen:

    mwk.niedersachsen.de

    landschaftsverband.org

     

    RLP:

    kulturland.rlp.de

     

    Saarland:

    stiftung-dfkultur.org

     

    Sachsen:

    kdfs.de

     

    Sachsen-Anhalt:

    kunststiftung-sachsen-anhalt.de

     

    Schleswig-Holstein:

    kulturstiftung-sh.de

     

    Thüringen:

    staatskanzlei-thueringen.de

     

    Welche anderen Optionen gibt es ?

    Falls du keine passende Förderung für dein Projekt findest, oder keine erhalten hast, gibt es die Möglichkeit private Spenden zu sammeln. 

    Auf “go fund me” kannst du deine Idee beschreiben, ein finanzielles Ziel setzten und dieses dann über die sozialen Medien verbreiten. Auf diese Weise können Privatpersonen deinen Prozess unterstützen.

    gofundme.com

  • Verletzungen

    Verletzungen

     

    Wie sieht das Versicherungssystem für Tänzer*innen aus?

    Die Krankenversicherung ist in Deutschland nicht kostenlos, aber obligatorisch. Die meisten Tänzer*innen müssen sich für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden (z.B. AOK, DAK, KKH, Barmer, IKK). Diese deckt alles ab, was kein Arbeitsunfall ist. Wenn man mehr als 60. 750€ im Jahr verdient oder sich selbständig macht, kann eine private Krankenversicherung gewählt werden.

    Wenn du freiberuflich tätig bist, musst du eine eigene Unfallversicherung abschließen. Hier findest du Tipps dazu:

    kuenstler-fairsicherung.de

    vbg.de

     

     

    Um die für dich am besten geeignete Form der Rehabilitation oder Physiotherapie zu finden:

    • Spreche mit deinem/r Reha-Manager*in an der Unfallkasse, um die für dich am besten geeignete Form der Rehabilitation oder Physiotherapie zu finden

    • Du kannst auch bei TAMED nach lokalen Tanzphysios fragen.

    • Mit “Medicos auf Schalke” Kontakt aufnehmen – Ein Reha-Zentrum speziell für Tänzerinnen und Tänzer medicos-aufschalke.de

     

Allgemein

  • Berufliches Selbstbild

    Berufliches Selbstbild

    "Vielen Dank für die große Chance!" Eine Jobzusage oder die Besetzung in einem Stück ist in den Augen von uns Tänzer*innen meistens ein Geschenk und eine Möglichkeit, für die wir zutiefst dankbar sind. An was viele dabei oft nicht denken, ist, dass wir uns dies durch Hingabe, Willenskraft und harter physischer Arbeit verdient haben. Mangelndes Selbstwertgefühl und fehlendes Selbstbewusstsein lässt uns Tänzer*innen oft vergessen, welch essentiellen Beitrag wir für das große Ganze leisten. Wir verdienen nicht nur die Chancen auf der Bühne und den Applaus des Publikums. Wir haben einen gesetzlich und tariflich verankerten Anspruch auf angemessene Beschäftigung, auf eine erfüllende und gesunde Karriere, bei der wir in vielen Angelegenheiten als Arbeitnehmer*innen mitreden dürfen.

    Der Bühnentanz als Berufsfeld hat sich in den letzten 25 Jahren einer enormen Wandlung unterzogen: Das Niveau in den Compagnien ist insgesamt stark gestiegen und Qualitätsunterschiede zwischen kleineren sowie größeren Ensembles haben sich im Zuge dessen immer mehr angeglichen. Tänzer*innen aus aller Welt wissen, um die international einzigartige Dichte und Vielfalt von Compagnien und freien Projekten in Deutschland. In Folge dessen hat die Konkurrenz auf dem Jobmarkt seit dem Fall der Mauer und durch die Globalisierung exponentiell zugenommen - immer mehr bessere Tänzer*innen kämpfen um immer weniger Jobs.

    Gleichzeitig aber blieb eine tiefergreifende und flächendeckende Veränderung der Strukturen und auch des Selbstverständnisses der Sparte aus, die diesen unmittelbaren Druck auf Tänzer*innen hätte kompensieren können. Ständige Befristung, geringe Bezahlung, unzureichend geregelte Arbeitsbedingungen durch den Tarifvertrag NV Bühne Solo, zuweilen überholte Führungs- und Lehrkonzepte, aber vor allem die Liebe zur Kunst haben viele Tänzer*innen in finanzielle und ideelle Abhängigkeiten zu ihren Vorgesetzten gebracht. Das hindert sie daran, selbstverantwortlich für sich als Künstler*innen, Arbeitnehmer*innen und soziale Menschen einzustehen.

    Schwierigkeiten, die der Bühnentanzberuf aus seiner Natur heraus mit sich bringt, kommen aufgrund dieser strukturellen Probleme verstärkt zum Tragen: die physische Hochleistung, geringe Selbstbestimmung im Probenalltag, das hauptsächliche Ausführen von Anweisungen, permanente Prüfungssituationen, sich in einem anderen Land fremd fühlen sowie ein flüchtiges und lokal weit gestreutes Sozialumfeld gehören dazu, können aber mental und zeitlich oft nicht ausreichend kompensiert oder gar überwunden werden.

  • Gewerkschaft

  • Verletzungen

    Verletzungen

    Verletzungen kommen im Leben einer*s Tänzer*in leider vor. Wenn man in Deutschland lebt und arbeitet, ist es wichtig zu wissen, wie man richtig mit der Bürokratie des Gesundheitswesens umgeht, damit man die beste Pflege und Behandlung zu erhalten kann.

     

    Wie sieht das Versicherungssystem für Tänzer aus?

    Die Krankenversicherung ist in Deutschland nicht kostenlos, aber obligatorisch. Die meisten Tänzer müssen sich für eine gesetzliche Krankenversicherung entscheiden (z.B. AOK, DAK, KKH, Barmer, IKK). Diese deckt alles ab, was kein Arbeitsunfall ist. Wenn man mehr als 60. 750€ im Jahr verdient oder sich selbständig macht, kann eine private Krankenversicherung gewählt werden.

    Alle Angestellten eines Theaters sind im Fall eines Arbeitsunfalls auch über eine Unfallkasse versichert. Diese Versicherung kümmert sich auch um die Arbeitssicherheit und alles, was mit der Gesundheit am Arbeitsplatz zu tun hat. Sie können kontaktiert werden, um eine Arbeitsstätte inspizieren zu lassen, wenn Bedenken bestehen, dass die Arbeitsbedingungen nicht dem Standard entsprechen. 

    Weitere Informationen zur Unfallversicherung findest du unter: dguv.de

    Wenn du freiberuflich tätig bist, musst du eine eigene Unfallversicherung abschließen. Hier findest du Tipps dazu

    www. kuenstler-fairsicherung. de/unfallversicherung/ 

    www. vbg. de/DE/0_Home/home_node.html

     

    Ich habe Schmerzen! Was soll ich jetzt tun?

    Wenn es sich nicht um einen konkreten Arbeitsunfall handelt (siehe weiter für Definition und Erklärung Arbeitsunfall) und du Physiotherapie oder andere Hilfe bei der Schmerzbehandlung benötigst, wende dich an deinen Hausarzt oder vorzugsweise an einen Facharzt für Orthopädie. Dieser kann dir eine Verschreibung für eine notwendige Physiotherapie geben und kann über die Art, die Dauer und die Häufigkeit der Behandlungen entscheiden. Du kannst immer wieder zu deinem Arzt gehen, um eine weitere Verschreibung für Physiotherapie zu bekommen, wenn die vorherige beendet ist. Ärztlich verordnete Behandlungen werden von deiner persönlichen Krankenkasse ganz oder teilweise übernommen.

    Dein Hausarzt und Physiotherapeut sollten in der Lage sein, bei der Schmerzbehandlung zu helfen. Wenn du für etwas Ernsteres einen Facharzt suchst, kann dein Hausarzt dich an einen Facharzt verweisen. Wenn du weitere Hilfe oder Beratung benötigst, wende dich bitte an TA. MED – Tanzmedizin Deutschland Deutschland www. tamed. eu/

     

    Ich habe mich auf der Arbeit verletzt! Was soll ich tun?

    Ein Arbeitsunfall bezeichnet jede Verletzung, die auf dem Weg von zu Hause zur Arbeit, bei der Arbeit, während einer Vorstellung oder auf dem Weg von der Arbeit nach Hause entstanden ist.

    Sobald der Unfall passiert ist, solltest du mit deinem Vorgesetzten ein Formular für einen Arbeitsunfall ausfüllen (Unfallanzeige). Gehe sofort oder spätestens am nächsten Tag zum Arzt. Arbeitsunfälle müssen von einem Durchgangsarzt behandelt werden, unabhängig davon, ob es sich um einen Krankenhausbesuch handelt oder nicht. Der D-Arzt meldet der Unfallkasse zeitnah den Unfall, die Verletzung und die getroffenen Massnahmen. Gleichzeitig informiert der Arbeitgeber die Unfallkasse über den meldepflichtigen Arbeitsunfall.

    Rufe nur einen Krankenwagen, wenn du schwer verletzt bist und du den Arzt nicht selbstständig erreichen kannst (mit öffentlichen Verkehrsmitteln / PKW). Reisekosten im Zusammenhang mit der Verletzung werden von der Unfallkasse nach Erhalt der Quittungen vollständig erstattet. Die Ballettdirektion oder Personalabteilung deines Hauses sollte eine Liste von Durchgangsärzten in deiner Stadt haben. Du kannst sie auch auf dieser Website suchen: www. dguv. de/de/bg-uk-lv/unfallkassen/index. Jsp

    Sobald du in der Klinik / beim Arzt bist, ist es wichtig dem Arzt mitzuteilen dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Du wirst deine Krankenversicherungskarte zur Identifikation im Gesundheitssystem vorlegen müssen und solltest bereit sein spezifische Informationen zum Unfall abgeben zu können (Wie, Wann und Wo ist es passiert? Welche sind deine aktuellen Symptome? etc.) 

    Vergewissere dich, dass dein Theater/die Ballettdirektion spätestens eine Woche nach der Verletzung einen vollständigen Unfallbericht erhält. Selbst wenn es etwas Kleines ist, ist es sehr wichtig für die Krankenversicherung jede Verletzung zu dokumentieren. 

    Wenn die Verletzung im Studio passiert, rufe einen zertifizierten Erste-Hilfe-Mitarbeiter. Jedes Haus sollte zu jeder Zeit einen zertifizierten Erste-Hilfe-Mitarbeiter im Personal haben. Eine Liste dieser Personen und deren Kontaktinformationen kannst du bei der Ballettleitung oder der Personalabteilung erhalten. Es ist empfehlenswert diese Liste auszudrucken und in der Nähe der Arbeitsbereiche aufzuhängen.

    Wenn sich die Verletzung auf der Bühne ereignet, informiere zuerst den Chefdisponent, entweder direkt oder über den Inspizienten. Der Chefdisponent MUSS auf Verletzungen hingewiesen werden, die kurz vor oder während einer Vorstellung auftreten. Der Chefdisponent benachrichtigt die Ballettmeister, wenn kurzfristige Änderungen vorgenommen werden müssen und hilft bei der Organisation deiner Versorgung und Behandlung.

    Sollte sich die Verletzung auf Reisen innerhalb Deutschlands ereignen, folge bitte dem oben beschriebenen Vorgehen.

    Geschieht die Verletzung auf Touren außerhalb Deutschlands, ist dies abhängig von der Firmenpolitik. Wenn das Unternehmen eine Reiseversicherung hat, sollte diese die Behandlung im Ausland abdecken. Dies ist ein Thema, das du mit deinem Tourmanager oder direkt mit der Ballettleitung besprechen kannst.

     

    Wie kann ich am effizientesten mit meiner Verletzung umgehen?

    Wenn du eine Arbeitsverletzung erlitten hast, wird dir über die Unfallkasse ein Reha-Manager zugeteilt, der anhand der Angaben im ärztlichen Gutachten den konkreten Bedarf an zusätzlichen Maßnahmen oder Unterstützung in Form einer Rehabilitation ermittelt.

    Die Reha-Verantwortlichen setzen sich zunächst mit dir in Verbindung, klären Fragen zu deiner Situation und beraten dich individuell um ein für dich zugeschnittenes Rehabilitations- und Wiedereingliederungsprogramm zu planen. An der Rehabilitationsplanung sollten auch Spezialisten beteiligt sein, die sich konkret mit den körperlichen Anforderungen deiner Arbeit auskennen und auch wissen wie es im Theater läuft. Ein spezieller Trainingsplan sollte erstellt werden um sowohl die verletzten Körperteile zu heilen und zu stärken als auch die nicht verletzten Körperteile gesund zu halten und Muskelabbau zu verhindern. So wird unter ärztlicher Beratung eine Wiedereingliederung in das Theatertraining möglich sein.

    Um die für dich am besten geeignete Form der Rehabilitation oder Physiotherapie zu finden:

    Spreche mit deinem Reha-Manager an der Unfallkasse, um die für dich am besten geeignete Form der Rehabilitation oder Physiotherapie zu finden

    Du kannst auch bei TAMED nach lokalen Tanzphysios fragen (https://www. tamed. eu/) 

    oder mit “Medicos auf Schalke” Kontakt aufnehmen – Ein Reha-Zentrum speziell für Tänzerinnen und Tänzer https://www.medicos-aufschalke.de/gesundheit-medizin/tanzmedizin/kompetenzzentrum-tanzmedizin/kompetenzzentrum-tanzmedizin 

     

    Werde ich weiter bezahlt, während ich Arbeitsunfähig bin?

    Nach der ärztlichen Diagnose erhältst du drei Exemplare einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankenschein) – eine für dich, eine für deinen Arbeitgeber und eine für die Krankenkasse. Es ist wichtig, dass du diese Bescheinigung innerhalb einer Woche nach deinem Arztbesuch an die Krankenkasse schickst, damit du Krankengeld bekommen kannst, wenn die Lohnfortzahlung endet. Meist beträgt das Krankengeld 70 Prozent des Bruttomonatsgehalts (den genauen Betrag kannst du hier berechnen: https://www. finanztip.de/gkv/krankengeld/).

    Anspruch auf Krankengeld hast du:

    • nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit. Bis dahin bekommst du noch von deinem Arbeitgeber dein reguläres Gehalt (§ 3 EntgeltFG).
    • bei Behandlung als stationärer Patient in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung ohne Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber.
    • bei Erkrankung in den ersten vier Wochen einer neuen Anstellung. Erst nach dieser vierwöchigen Wartepflicht hast du Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung deines Arbeitgebers. Stattdessen kann die Krankenkasse Krankengeld gewähren.

     

    Bei einem Arbeitsunfall haben du Anspruch auf Schadenersatz bei der Unfallkasse. Normalerweise beträgt das Verletztengeld 80 Prozent des Brutto-Monatsgehalts und wird nicht gezahlt, wenn Krankengeld bereits von der Krankenkasse bereitgestellt wird. Weitere Informationen erhältst du bei deiner Unfallkasse unter: 

    https://www. arbeitsrechte. de/verletztengeld/#Was_ist_Verletztengeld

    Sobald du gesund und fit genug bist, um wieder an deinen Arbeitsplatz zurückzukehren, zahlt dein Arbeitgeber wieder dein volles Gehalt und das Krankengeld entfällt.

    Wenn du Freiberufler bist sollte deine Unfallversicherung dein Kranken-/Verletztengeld bezahlen. Dieses wird nach dem Gehalt berechnet, dass du bei der KSK angegeben hast.

     

    Wann und wie kann ich wieder arbeiten?

    Jedes Theater sollte ein «Betriebliches Eingliederungsmanagement» (BEM) eingerichtet haben. Du kannst mit ihnen zusammenarbeiten, um deine Rückkehr zur Arbeit nach einer langen Krankheit oder Verletzung richtig zu verwalten. Kontaktiere die Personalabteilung oder den Personalrat (Betriebsrat) für weitere Informationen.

    Weitere Informationen finden Sie unter: https://www. kus. uni-hamburg. de/en/themen/gesundheit-familie-soziales-gleichstellung/soziale-beratungsangebote/bem.html

  • Bayerische Versorgungskammer

    Bayerische Versorgungskammer

    In dieser Rubrik findest du wichtige Informationen über die deutsche Rentenversicherung für Bühnen- und Theaterkünstler*innen. Wir haben versucht dieses komplexe Thema so umfassend und zugänglich wie möglich zu machen. 

    Der Großteil der Informationen stammt aus Dateien und Dokumenten der Bayerischen Versorgungskammer-Website, weitere Informationen, Dokumente und Kontaktdaten findest du unter: https://www.Buehnenversorgung.de

     

    Was ist die Bayerische Versorgungskammer/BVK?

    Die Bayerische Versorgungskammer ist eine Agentur mit Sitz in München, die die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB) verwaltet.

     

    Was ist die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen/ VddB?

    Die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB) bietet künstlerisch tätigen Mitarbeiter*innen der deutschen Theater eine zusätzliche Vorsorge- und Rentenversicherung. Neben dem zusätzlichen Versicherungsschutz im Alter, bei Berufsunfähigkeit und bei Tod erhält man durch die VddB als Tänzer*in die besondere Möglichkeit, nach Beendigung der professionellen Bühnentätigkeit, Mittel zur Unterstützung des beruflichen Übergangs zu bekommen.

     

    Wer ist bei der BVK versichert und wie?

    • Alle festangestellten oder gastangestellten professionellen Bühnenkünstler*innen, die mindestens 17 Jahre alt sind. Die Pflichtversicherungszeit beginnt mit dem Beginn der Beschäftigung.

    • Das Versicherungsrecht des/der Künstler*in bleibt von seiner/ihrer Staatsangehörigkeit unabhängig.

    • Rentenfonds werden weltweit ausgezahlt. Der/Die versicherte Künstler*in muss während der Rente nicht in Deutschland leben, um von seinen/ihren Leistungen profitieren zu können.

    • Jede*r Künstler*in erhält Leistungen, die im Verhältnis zu seinen/ihren eingezahlten Beträgen stehen.

    • Freischaffende Künstler*innen haben ebenfalls Anspruch auf eine BVK-Versicherung. Du musst dich unter folgendem Link selbstständig anmelden: www.buehnenversorgung. de/downloadcenter#5870.
       

    Dafür wird ein Nachweis über dein Jahreseinkommen oder deine KSK-Mitgliedsnummer gebraucht, sowie auch eine Zusammenfassung deiner künstlerischen Tätigkeit der letzten 2-3 Jahre zu.

    • Wenn du einen Vertrag mit einem Theater beendest, aber weiterhin freiberuflich arbeitest, kannst du deine Zahlungen und die Mitgliedschaft bei der BVK fortsetzen (mehr Informationen zu Mindestanforderungen folgen).

    • Wenn du deine Arbeit in Deutschland beendest, aber im Ausland als Tänzer*in weiter arbeitest, kannst du deine Zahlungen und die Mitgliedschaft bei der BVK fortsetzen.

    • Wenn du deine Berufstätigkeit als professionelle*r Bühnentänzer*in beendest und das Geld für einen beruflichen Übergang nicht in Anspruch nehmen willst, hast du die Möglichkeit deine Einzahlungen bei der BVK fortzusetzen.

    • Die Versicherung bei der Künstlersozialversicherung (KSK) hat keine Auswirkungen auf die Versicherung bei der BVK.

     

    Was werden deine Beiträge sein?

    Die Beiträge für deine Zusatzrente werden zu gleichen Teilen von dir und deinem Arbeitgeber bezahlt.

    Wenn du deinen Teil der Beiträge erhöhen willst oder bei Beendigung deines Beschäftigungsverhältnisses die Einzahlung der Mindestbeiträge beibehalten möchtest, kannst du dich bei der BVK melden.

     

    Was ist Riester?

    Riester ist die Möglichkeit für Sie, zusätzliche staatliche Zuschüsse auf diese Rente zu erhalten und erklären Steuern für sie. Der Staat zahlt zusätzliche Zulagen für Ihre Pflichtbeiträge, die als Sonderausgaben von der Einkommensteuer abgezogen werden können.

    Weitere Informationen zu den Bewerbungsbedingungen und -verfahren finden Sie unter: www. buehnenversorgung. de/Downloadcenter#5851 (Riester- Informationsmaterial- «Erläuterung 15- Riester-Fördermassnahmen»).

    Wenn Sie freischaffende Künstler sind, müssen Sie mindestens 4% Ihres Nettojahreseinkommens beisteuern, um sich für «Riester» zu bewerben.

     

    Wofür kann ich das Geld meines Fonds verwenden?

    Du kannst das Geld deines Fonds für folgende Leistungen verwenden:

    Altersrente: Du kannst deine Zahlungen, nach dem du deine Karriere als Tänzer beendet hast, fortsetzen. Der Mindestbeitrag beträgt 12,50 Euro monatlich. Wenn du bis zum gesetzlich vorgeschriebenen Rentenalter versichert sind, können Sie die Wartezeit für die Altersrente (60 Beitragsmonate) erreichen und sich mit Vollendung des 62. Lebensjahres einen Anspruch auf eine flexible Altersrente sichern. Wenn Sie vor dem 31. Dezember 2000 nicht mindestens 60 Beitragsmonate entrichtet haben, haben Sie bei Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze (67) Anspruch auf eine Altersrente, wenn Sie die Wartezeit von 120 Beitragsmonaten erreicht haben.

    Nach Ihrem Tod haben Ihre Hinterbliebenen Anspruch auf eine Rente (Sterbegeld, Witwengeld) Beihilfe, Hinterbliebenenrente für eingetragene Lebenspartner und Waisengeld).

     

    Übergang (Abfindung) - Unter den Bühnenberufen nehmen die Tänzerinnen und Tänzer eine Sonderstellung ein, da sie ihren Beruf in der Regel nur für eine begrenzte Zeit ausüben können. Die von der VddB gezahlte Vergütung soll dir den beruflichen Wechsel oder die Gründung eines eigenen Unternehmens erleichtern. Anspruch auf diese Vergütung hast du, wenn du das 32-jährige Lebensjahr vollendet hast und Ihren Bühnenberuf bis zu diesem Zeitpunkt (dazu gehören alle Bühnenarbeiten, nicht nur das Tanzen) oder bis zum Ende der Saison, wenn Sie 44 Jahre alt sind, nicht aufgegeben haben. Sie müssen den Nachweis einer Umschulung, Weiterbildung oder Existenzgründung erbringen. Sie müssen mindestens 60 Monate lang Beiträge entrichtet haben, ohne Leistungen (Invalidenrente) zu beziehen, und nachweisen, dass Sie nicht mehr als Tänzer arbeiten und künftig keine Tätigkeit ausüben werden,bei der du bei der VddB versichert sein musst. Die Abfindung entspricht der Summe aller gezahlten Beiträge, d. h. einschliesslich des Arbeitgeberbeitrags, und wird auf Antrag einmal pauschal ausgezahlt. Das Antragsformular ist bei der Verwaltung oder online unter www. buehnenversorgung. de im Bereich «Versicherung und Versorgung – Formulare» erhältlich. Sie müssen sich innerhalb von zwei Jahren nach Aufgabe Ihres Bühnenberufs bewerben.

    Bitte beachten Sie: Die vollständige Zahlung Ihrer Entschädigung entspricht all Ihren Erwartungen an den VddB. Wenn Sie die Wartezeit von 60 Monaten für die Altersrente erreicht haben, sollten Sie sorgfältig abwägen, ob Sie noch über ausreichende Altersrentenleistungen verfügen. Die Höhe der bis dahin zu erwartenden Erwerbsunfähigkeitsrente wird auf Anfrage mitgeteilt.

     

    Invaliditätsrente – Tänzerinnen und Tänzer haben Anspruch auf Invaliditätsrente für einen begrenzten Zeitraum, wenn ihre Invalidität vor Erreichen des 35. Lebensjahres aufgrund eines Arbeitsunfalls eingetreten ist, oder wenn sie mindestens 60 Monate lang Beiträge gezahlt haben. Wenn Sie eine Invaliditätsrente beantragen, haben Sie keinen Anspruch mehr auf die Entschädigung für Tänzer. Die Ansprüche auf Altersrente und Hinterbliebenenrenten bleiben jedoch unberührt.

     

    Medizinische Behandlung (nicht obligatorische ärztliche Behandlung Leistungen) - Der VddB kann bei bestimmten Behandlungen auf Antrag ergänzende ärztliche Leistungen gewähren, sofern die Behandlungskosten nicht von einer anderen Stelle übernommen werden. Bezieher einer Berufs- oder Berufsunfähigkeitsrente können vor Erreichen des Rentenalters nicht obligatorische medizinische Leistungen erhalten vorausgesetzt, die Behandlung wird voraussichtlich zur Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit führen.

    Nicht obligatorische medizinische Leistungen werden gewährt für künstliches Gebiss (Prothesen und Implantate, Zahnkronen, dreidimensionale Zahninlays für darstellende Bühnenkünstler), ambulante und Spa-Behandlungen (berufliche Reha, stationäre Behandlung in Ausnahmefällen), Leistungshilfen (Kontaktlinsen, Hörgeräte) sowie kosmetische Operationen und Laserinterventionen zur Verbesserung der Sehschärfe von darstellenden Bühnenkünstlern.

    In Einzelfällen und in Verbindung mit bereits gewährten Leistungen dürfen die nicht obligatorischen medizinischen Leistungen 10% der bis zum Ende des letzten Steuerjahres vor der Behandlung gezahlten Beiträge nicht übersteigen.

     

    Weitere Informationen finden Sie unter www.buehnenversorgung.de/Downloadcenter

    (Nebenleistungen- Tänzerabfindung- «Erläuterung ’23- Besondere Regelungen für Tänzer und Mitglieder von Tanzensembles»)

     

    Gibt es weitere Vorsorgepläne für mich?

    Jeder, der in Deutschland lebt, hat einen Fonds in der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Teilnahme ist verpflichtend für Mitarbeiter- Jeder Arbeitnehmer wird auf der Grundlage des Jahresverdienstes veranlagt. Die Prämien werden direkt vom Arbeitgeber abgezogen, wobei der Arbeitnehmer die Hälfte und der Arbeitgeber die Hälfte zahlt. Englischsprachige Informationen über das deutsche Rentensystem finden Sie unter www. deutsche-rentenversicherung. de. Weitere Informationen zu den verschiedenen Beiträgen zu diesen Pensionskassen erhalten Sie bei der deutschen Rentenversicherung oder unter www.howtogermany. com/pages/german-retirement. html.

    Es gibt zusätzliche private Pläne, die für jeden in Deutschland lebenden Menschen zur Verfügung stehen. Sie können Personen über Ihre Bank kontaktieren, um weitere Informationen über diese Pläne zu erhalten. Weitere Informationen über Riester (Förder) Rente und Rürup (Basis) Rente finden Sie unter: www.howtogermany.com/pages/private-pension-plans.html

     

  • tamed

    tamed

    ta.med e. V. gibt der Gesundheit im Tanz eine Stimme. Sie engagieren sich in allen Tanzsparten mit dem Ziel, die Gesundheit und Lebensqualität von Tanzenden im gesamten deutschsprachigen Raum zu fördern – vom Laien bis zum Profi.

    tamed.eu

  • Steuererklärung

    Steuererklärung

    Bis sind dran!

  • Transition

    Transition

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