Für die Zunkunft der Tanzkunst.

Dialog. Wissen. Mitgestaltung.

Idee

Dancersconnect versteht sich als Interessenvertretung der Tänzer*innen in deutschen Ballett- und Tanzensembles. Es soll eine neutrale und informelle Oberfläche zur internen Diskussion bieten und gleichzeitig einen Beitrag leisten, dass Tänzer*innen ihre Vertragssituation und Arbeitnehmerrechte besser kennenlernen.

Ziel ist, dass die Tänzer*innen in den Ensembles selbstbewusste Mitgestalter*innen ihrer künstlerischen Arbeit werden und die Arbeitsbedingungen eine volle Entfaltung ihres kreativen und physischen Potentials für das künstlerische Schaffen des Ensembles ermöglichen.

Auf der 2. Konferenz am 19. Februar 2018 verständigten sich die Teilnehmer*innen auf ein Statut zur Struktur von dancersconnect.

Die Konferenzen von dancersconnect dienen dem regelmäßigen Austausch zwischen den Ensemblesprecher*innen und finden mindestens einmal im Jahr statt. Als gemeinsame Vertretung wird hier alle zwei Jahre der Bundesdeutsche Tanzvorstand gewählt, der zum Erreichen der Ziele mit allen beteiligten Interessenvertretungen und Verbänden in den Dialog tritt.

Ziele

Wir Tänzer*innen wollen selbstbewusste Mitgestalter*innen unserer künstlerischen Arbeit werden. Unsere Arbeitsbedingungen sollten die volle Entfaltung unseres kreativen und physischen Potentials im Ensemble ermöglichen.

In diesem Sinne stellt sich dancersconnect folgende Aufgaben:
 

  • jährliche Netzwerkkonferenzen

  • Bundesdeutscher Tanzvorstand: gemeinsame Vertretungsstruktur und kulturpolitischer Dialog

  • Website dancersconnect.de: Hilfestellung durch Information

  • Stärkung des Problembewusstseins und Anregung internen Meinungsaustauschs in den einzelnen Ensembles

  • Compagnie übergreifendes Zusammentragen von Erfahrungen und Wissen

  • flächendeckende gewerkschaftliche Organisation

  • Dialog mit Tarifpartnern über ein neues Tarifwerk „NV Bühne Tanz“

  • Dialog über größere Unterstützung in der Transition: finanziell und ideell
     

Diese Ziele sollen im kontinuierlichen Dialog mit der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz, den Gewerkschaften, dem Deutschen Bühnenverein und den weiteren Verbänden und Institutionen wie Tanzmedizin Deutschland, Stiftung Tanz und Dachverband Tanz Deutschland erreicht werden.

Bundesdeutscher Tanzvorstand

Die Teilnehmer*innen der Konferenzen von dancersconnect wählen den Bundesdeutschen Tanzvorstand, der zukünftig die Interessen von Tänzer*innen deutscher Bühnen vertritt.

Der Vorstand besteht aus maximal sieben Mitgliedern, die zum Zeitpunkt der Wahl offizielle Ensemble-/Spartensprecher*innen ihrer Compagnie sein sollten. Ihr Mandat beläuft sich auf zwei Jahre. Damit Kontinuität garantiert werden kann, gilt das Mandat auch weiterhin, wenn ein Vorstandsmitglied während dieser Zeit nicht länger Ensemblesprecher*innen bleibt.

Tanzen ist für uns viel mehr als nur ein Beruf. Es ist etwas viel tiefsinnigeres, das sich in jedem Bereich unseres Lebens tagtäglich wiederfindet und das für die meisten immer schon da war. Es liegt uns am Herzen, unsere Kunst für kommende Generationen langfristig zu erhalten und im Sinne des Zeitgeistes vorwärts zu bringen. Dafür wollen Tänzer*innen zukünftig mehr Verantwortung übernehmen.

Als gewählte Vertretung möchte der Bundesdeutsche Tanzvorstand am kulturpolitischen Diskurs teilnehmen und sich im Namen der Tänzer*innen für die Tanzkunst an deutschen Bühnen einsetzen.

Dazu bedarf es aber auch den Willen derer, die uns leiten und lehren. Wir wollen keine destruktive Kritik äußern und schon gar nicht ungenügsam sein. Vielmehr möchten wir als wichtige Gesprächspartner verstanden werden. Es sollte im Interesse aller sein, uns an der Gestaltung der Bedingung, unter denen wir Tanzkunst machen, zu beteiligen. Welch langer Weg dahin leider aber noch vor uns liegt, zeigt die aktuelle Debatte in der internationalen Presse deutlich. Despotische Umgangsweisen in der Tanzwelt und gar Missbrauch von Tänzer*innen weisen darauf hin, dass das Machtgefälle in der Hierarchie zuweilen stark aus der Balance geraten ist. Um dem entgegenzuwirken und an zahlreichen, progressiven Entwicklungen anzuknüpfen, möchten wir mit allen beteiligten Interessenvertretungen und Verbänden in den Dialog treten.